[A life with horses]

Über Reitlehrer

von Jeannette Aretz

Datum: 13.11.2015


a life with horses

 

Motivation fürs Wochenende

Seien wir mal ehrlich – es gibt inzwischen eine Vielzahl guter Trainer. Die für die verschiedensten Methoden und Wege stehen. Ganz anders, als noch vor Jahren, wo es einzelne bekannte Heroen gab, unbekannte aber sehr gute Dorflehrmeister und eine breite Basis, die ziemlich grausig vor sich her wurschtelte. Geblieben ist: die Engstirnigkeit. Hat sich jemand für seinen Weg des Reitstils und Trainers entschieden, wird oft alles rechts oder links davon als falsch angesehen. Dabei würde „anders“ statt „falsch“ sehr oft auch reichen. Ein bisschen weniger Schwarz-Weiß-Denken wäre so erfrischend. Ein paar Ideen dazu.

 

Welcher darf es denn sein?

Derjenige Trainer, der für mich in dem Moment richtig ist, muss es nicht für die Freundin sein.  Wir sind alle auf einer anderen Sprosse der Leiter, mit einem anderen Blickwinkel. Genau dasselbe gilt zeitversetzt auch für einen selbst: Wer mich heute inspiriert, der hätte vor Jahren noch auf Granit gebissen oder mir einfach nichts gegeben. Wer das im Hinterkopf behält, der beobachtet in Zukunft mehr und urteilt weniger, selbst wenn ihn etwas weniger anspricht. Wer in diesem Sinne offen bleibt, dem steht viel Wissen bereit.

 

Zwischen Show und Realität

Filter von außen helfen wenig, haargenau einzuordnen, welcher Trainer gut ist und wer nicht. Es sind alles eher Hinweise: all die Fotos, Filme, Artikel, die wir über Trainer lesen. Ideen und Anreize, sich selbst auf den Weg zu machen. Sich fortzubilden. Letztlich hilft nur das hinschauen, ob das Bild nach außen mit der Realität übereinstimmt. Kann derjenige Trainer, der sich klug vermarktet, tolle Bilder zeigt und mit Worten stets die Feinheit sucht, seinen eigenen Anspruch in der Realität halten? Tatsächlich ist das nicht immer so. Wie es wirklich ist, sieht man nur, wenn man Mühen auf sich nimmt. Hinfährt, beobachtet, und das mehrfach. Auch noch und gerade besonders im Zeitalter des Internets. 

 

Bitte nachfragen!

Fairness dem Trainer gegenüber gehört absolut dazu. Ein vernachlässigtes Warnsignal: Wenn Du ständig innerlich diskutierst, warum Dein Trainer was wie gern hätte. Also:

 

Weshalb sagt er das, das ist doch völlig unschlüssig?“

„Wieso reagiert er in dieser Situation so?“

 

Viele Menschen diskutieren so lange mit sich selbst, dass sie schon geistig ausgestiegen sind, wenn sie endlich nachfragen. Dann ist’s meist zu spät. Also: Erklärungen einfordern, nachfragen. Rechtzeitig! Dein Reitlehrer kann Dir nicht in den Kopf schauen. Ansprechen steht vor dem Abwenden.

 

Von echten Perlen

Das hundertprozentige Gesamtpaket gibt es soooo selten. Eindeutiges Zeichen: Das Herz hüpft und Fremdpferde wie eigene Pferde sehen absolut zufrieden aus. Wer so eine Perle als Lehrer hat, bei der alles stimmt: 

Glückwunsch! Pflegen!

 

 

 

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Freitags gibt's im pferdiathek-Magazin immer einen Artikel aus dem Blog www.alifewithhorses.de. Zur Einstimmung ins Wochenende geht es dabei immer um Motivation & Gedanken zum Reiten.

Ein entspanntes, wunderbares Wochenende wünscht das gesamte pferdia tv-Team! Tipp: Unsere Filme schauen sich besonders gut auf dem Sofa, mit einer Decke um die Beine und viel Muße am Wochenende. Haben wir mehrfach getestet und für hervorragend befunden!

 

 


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